Innenansicht Wohnimmobilie

PARIBUS IMMOBILIEN ASSETMANAGEMENT | IMMOBILIENMÄRKTE

Wohnimmobilienmarkt für Studierende in Deutschland

Bei den Wohnimmobilien der Paribus-Gruppe handelt es sich um Studentenapartments. Der nachfolgende Marktbericht konzentriert sich auf diesen Teilmarkt der Wohnimmobilien in Deutschland.

Zum Wintersemester 2019/2020 waren rund 2,9 Millionen Studenten an deutschen Universitäten und Hochschulen eingeschrieben. Der Rekordwert des Wintersemesters 2018/2019 konnte damit nochmals leicht gesteigert werden. Insgesamt haben sich die Studierendenzahlen in den letzten 13 Jahren stetig erhöht. Die Zuwachsraten nehmen jedoch ab.

Für die kommenden Jahre ist nicht mit einem weiteren Anstieg zu rechnen. Erkennbar ist dies bereits an der seit 2012 stagnierenden Zahl der Studienanfänger. Bei einer zunehmenden Anzahl von Hochschulstandorten wird bereits mit rückläufigen Studierendenzahlen gerechnet. Nicht vom Rückgang betroffen ist dabei die Gruppe ausländischer Studierender. Sie erreichte im Wintersemester 2018/2019 einen Anteil von 13,8 % an allen Studierenden (+4,5 % gegenüber Wintersemester 2017/2018). In der Folge wird aufgrund der hohen Internationalität der Studiengänge in Frankfurt und Hamburg für die Standorte auch in den kommenden Jahren mit einer steigenden Anzahl von Studierenden gerechnet. Gemäß den Angaben von Statista sind die Studierendenzahlen in Frankfurt in den letzten fünf Jahren um 8,5 % und in Hamburg um 5,5 % gestiegen.

Gemäß der Studie „Studentisches Wohnen Deutschland – Dezember 2019“ von Savills beträgt die Versorgungsquote in den Top-30-Städten derzeit 11,9 %. Nach Vollendung der Neubau-Pipeline und unter der Annahme einer konstanten Studierendenzahl dürfte sie perspektivisch auf 14 % ansteigen.

Mehr als zwei Drittel der bestehenden und geplanten Betten werden für All-in-Mieten von mindestens 450 Euro pro Monat angeboten. Im Durchschnitt der Top-30-Städte hat wahrscheinlich rund ein Drittel aller Studierenden die finanziellen Mittel, um diese Mieten zu bezahlen. Die rechnerische Versorgungsquote durch öffentliche und private Wohnheimplätze verblieb in den letzten Jahren damit konstant auf einem niedrigen Niveau von lediglich 11 %.

Vor dem Hintergrund der stark gestiegenen Wohnungsmieten fokussiert sich die Nachfrage der Studenten zunehmend auf studentisches Wohnen. In der Folge wurde diese Assetklasse deutlich attraktiver für Investoren. Die Neubautätigkeit privater Anbieter hat in den Jahren 2017 und 2018 neue Höchststände erreicht. Allein in diesen zwei Jahren kamen in Summe rund 14.600 neue Wohnplätze hinzu.

Im Zuge der hohen Investorennachfrage sind die Renditen bereits erheblich unter Druck geraten. Während bis 2014 noch 5 % oder mehr erzielbar waren, liegen die Spitzenrenditen aktuell bei nur noch 3,5 %. Studentenapartments werden so mit dem bis zu 29-Fachen ihrer Mieteinnahmen bewertet.

Stand: 31. Dezember 2019

Quellenverzeichnis: