Skyline Amsterdam

Standort Niederlande: wirtschaftliche Lage

Die niederländische Wirtschaft wuchs 2018 das fünfte Jahr in Folge. Das reale Bruttoinlandsprodukt erhöhte sich um 2,6 % gegenüber dem Vorjahr. Während sich die Unsicherheiten auf dem Weltmarkt und das damit einhergehende verhaltene Agieren der Unternehmen auf die exportorientierte Wirtschaft auswirkten, zeigte sich die niederländische Binnenwirtschaft stabil. Somit stieg die Beschäftigtenzahl in den Niederlanden 2018 um 2,5 % auf rund 9,3 Millionen an. Gleichzeitig sank die Arbeitslosenquote im Jahresdurchschnitt 2018 auf 3,8 % (2017: 4,9 %). EU-weit lag die Arbeitslosenquote 2018 bei 6,8 % (2017: 7,6 %).

Büroimmobilienmarkt Niederlande

Die insgesamt positive wirtschaftliche Entwicklung äußerte sich 2018 in einer hohen Nachfragedynamik auf dem niederländischen Büromarkt. So erhöhte sich der Büroflächenumsatz auf rund 1,61 Millionen m² – ein Zuwachs von 14,4 % gegenüber 2017. Hierbei lag der Anteil der vier wichtigsten Büromärkte Amsterdam, Den Haag, Rotterdam, Utrecht und deren angrenzender Vorortgemeinden bei rund 63 % (2017: 56 %).

Gleichzeitig hat sich das Flächenangebot im Jahresverlauf 2018 um 20,4 % auf rund 4,21 Millionen m² verringert, wodurch der Gesamtbestand am niederländischen Büromarkt mit 47,4 Millionen m² zunehmend wieder ins Gleichgewicht gebracht wurde. Zuletzt gab es eine geringere Anzahl von Abriss- und Umnutzungsprojekten, die in den vergangenen Jahren zu einem erheblichen Anteil die Stabilisierung des Büromarktes herbeigeführt hatten. Grund hierfür ist vor allem die gestiegene Büroflächennachfrage, wodurch Investoren sich seltener für eine aufwendige Umnutzung entscheiden. Des Weiteren beeinflussen die beschränkten Baukapazitäten und eine generell rückläufige Anzahl geeigneter Immobilien bzw. Grundstücke diesen Trend, da Potenzialstandorte oft schon projektiert wurden oder werden.

Auf regionaler und lokaler Ebene zeigen sich jedoch deutlich unterschiedliche Trends. Während die peripheren Bürolagen mehr und mehr an Anziehungskraft verlieren, fokussiert sich der wesentliche Anteil der Flächennachfrage auf die Innenstädte und die urbanen, gut erschlossenen Lagen. Bei Letzteren ist mittlerweile eine deutliche Flächenknappheit zu beobachten, sodass die Nachfrage nicht mehr vollumfänglich bedient werden kann. Im Vergleich zu 2017 verringerte sich das Flächenangebot in diesen Teilmärkten um rund 50 % und der Büromarkt tritt hier zunehmend mit anderen Immobiliensegmenten in Nutzungskonkurrenz.

Stand: 31. Dezember 2018

Quellenverzeichnis: